Es hat nicht gereicht
17. Oktober 2017
DIE KIRSCHENDIEBIN
7. November 2017

Ortsvorsteher-Bericht – September 2017

Themen:

1.)  Blick zurück auf den 750er Sommer

2.) Trauer um Egon Günther

3.) Bitte beteiligen: Abstimmung zum Bürgerhaushalt

4.) Straßen befestigt

5.) Fahrradständer in Groß Glienicke

6.) Sitzbänke in Groß Glienicke

7.) Kurzmeldungen

8.) Termine und Hinweise

 

  1. Blick zurück auf den 750er Sommer

Der Sommer ist vorbei, leider. Wenn wir uns beklagen, dass er es nicht gut mit uns gemeint hat, wären wir ungerecht. Gewiss: Es war ziemlich wechselhaft, nicht so oft richtig sonnig. Aber – bei den Veranstaltungen unseres Jubiläums-Sommers hatten wir Glück, insbesondere beim 750-Jahres-Sommerfest auf der Badewiese im Juni.

Am 25. August lockte ein warmer Sommerabend viele Besucher zum Kino auf der Badewiese. Dieses Mal hatten die Organisatoren um Birgit Malik etwas leichtere Kost im Angebot – den unterhaltsamen und klug ironischen Film „Little Miss Sunshine“ über eine amerikanische Familie und ihre Erfahrungen, als die kleine Tochter einen Schönheitswettbewerb gewinnen soll. Viele Zuschauer genossen das kostenlose Kino-Angebot des Ortsbeirates unter freiem Himmel. Für das Catering sorgte Familie Klinge-Wiener vom Pavillon „Seeperle“. Ganz herzlichen Dank ihnen sowie Birgit Malik, Christa Esselborn-Holm und allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben!

An dieser Stelle sei auch noch mal ganz besonders Britta Klinge-Wiener für ihr Engagement und Geschick gedankt, mit dem sie den Pavillon betreibt!

Dank gilt auch den ehrenamtlich Engagierten in Groß Glienicke, die unser sportliches und kulturelles Leben in diesem Sommer wieder bereichert haben – z. B. mit dem Zwei-Seen-Lauf des SC 2000, den Stimmen im Park des Groß Glienicker Kreises, den Angeboten beim Tag des offenen Denkmals. Die Grundschule hatte am Tag der Bundestagswahl die vorzügliche Idee, zu einem Trödelmarkt einzuladen. So war rund um die Wahllokale viel los an diesem Tag. All das und noch viel mehr: ehrenamtliche Arbeit für ein lebendiges gesellschaftliches Leben in unserem Ort.

 

2.) Trauer um Egon Günther

Am 31. August ist im Alter von 90 Jahren der Filmregisseur Egon Günther gestorben.

Egon Günther war einer unserer prominentesten Mitbürger, hatte jahrzehntelang in Groß Glienicke gelebt, war zu DDR-Zeiten in den Westen gegangen, aber schon vor dem Mauerfall immer wieder nach Groß Glienicke zurückgekehrt. Egon Günther war ein bedeutender DEFA-Regisseur. Im März dieses Jahres hatten wir anlässlich seines 90. Geburtstags sein filmisches Schaffen mit einer Veranstaltung in der Dorfkirche gewürdigt.   Egon Günther war einer unserer prominentesten Mitbürger, hatte jahrzehntelang in Groß Glienicke gelebt, war zu DDR-Zeiten in den Westen gegangen, aber schon vor dem Mauerfall immer wieder nach Groß Glienicke zurückgekehrt. Egon Günther war ein bedeutender DEFA-Regisseur. Im März dieses Jahres hatten wir anlässlich seines 90. Geburtstags sein filmisches Schaffen mit einer Veranstaltung in der Dorfkirche gewürdigt.
Egon Günther war einer unserer prominentesten Mitbürger, hatte jahrzehntelang in Groß Glienicke gelebt, war zu DDR-Zeiten in den Westen gegangen, aber schon vor dem Mauerfall immer wieder nach Groß Glienicke zurückgekehrt. Egon Günther war ein bedeutender DEFA-Regisseur. Im März dieses Jahres hatten wir anlässlich seines 90. Geburtstags sein filmisches Schaffen mit einer Veranstaltung in der Dorfkirche gewürdigt.

Wir trauern um den Verlust von Egon Günther.

„In ehrendem Gedenken – Ortsbeirat Groß Glienicke“: Im Namen des Ortsbeirates habe ich an der Trauerfeier in der Dorfkirche teilgenommen und unsere Trauer bekundet.

 

  1. Bitte beteiligen: Abstimmung zum Bürgerhaushalt!

Haben Sie schon gewählt?

Wenn Ihnen dieses Schild in einem unserer Schaukästen auffällt, geht es nicht um die vergangene Bundestagswahl. Es geht um unsere Interessenvertretung in der Stadt Potsdam. Zur Zeit läuft die zweite und entscheidende Phase des Bürgerhaushalts. Das ist für Bürgerinnen und Bürger eine Möglichkeit, auf den Haushalt und die Investitionen in der Stadt Einfluss zu nehmen.

Wollen Sie, dass die Stadt frühzeitig investiert, damit beim Bau der Siedlung in Krampnitz für 7.000 Einwohner kein Verkehrsinfarkt auf der B 2 droht? Eine Möglichkeit ist der frühzeitige Bau von Busspuren in staugefährdeten Bereichen. Wenn der Bus am Stau vorbeifährt, stärkt das den ÖPNV und reduziert den PKW-Verkehr. Wenn Sie dieses Anliegen teilen, können Sie beim Bürgerhaushalt Ihre Punkte für das Thema Nr. 34 geben. Das zweite Groß Glienicker Thema ist Nr. 27: der freie Uferweg. Hier geht es darum, dass die Bemühungen für den freien Uferweg verstärkt werden sollen.

Der Bürgerhaushalt hat 3 Kategorien. In jeder Kategorie haben Sie 5 Punkte. Am 8. Oktober endet die Teilnahmefrist. Die Abstimmung ist sowohl online als auch schriftlich möglich, indem man den ausgefüllten Fragebogen abschickt.

Hier der Link: https://buergerbeteiligung.potsdam.de/node/8414/votierungsbogen 

 

  1. Straßen befestigt

Über diesen Erfolg freue ich mich persönlich ganz besonders: Im Sommer wurden drei Schlaglochpisten in Groß Glienicke befestigt: das letzte Teilstück der Forstallee, das südliche Ende des Rehsprungs und die Zuwegung zur Siedlung Bullenwinkel. Mit Ausnahme der Straße Alter Weinberg, in der noch ein kniffliges Entwässerungsproblem gelöst werden muss, sind nun alle Groß Glienicker Straßen ausgebaut oder befestigt. Damit ist eines der größten Probleme fast gelöst, die Groß Glienicke bei der Eingemeindung nach Potsdam plagten. Damals war der Busring in einem Zustand, dass der Busverkehr fast eingestellt worden wäre; innerhalb und außerhalb des Busrings waren alle Straßen unbefestigt – Sandpisten bei Trockenheit, wassergefüllte Kraterlandschaften bei Regen. Außerhalb des Busrings hatten wir uns im Ortsbeirat frühzeitig für eine einfache Straßenbefestigung stark gemacht. Das erwies sich als realistische Lösung unserer Probleme. Auf jeden Fall hat es sich ausgezahlt, dass sich der Ortsbeirat über Jahre hinweg mit Augenmaß und der nötigen Zähigkeit um diese Frage gekümmert hat.

   

Wichtig ist mir, bei dieser Gelegenheit die gute Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung zu erwähnen. Ohne das Tiefbauamt unter Leitung von Herrn Praetzel und die jahrelange Zusammenarbeit mit dem inzwischen pensionierten Herrn Lederer wären wir nicht so weit gekommen. In diesem Sommer folgte Herr Standke nach. Die zuverlässige und zeitnahe Umsetzung der Verabredungen bei unserer diesjährigen Straßeninspektionstour hat mich sehr gefreut: allen dreien gilt mein besonderer Dank für Ihr Engagement und die geleistete Arbeit für unseren Ortsteil!

Diese Straßen waren bis zum Sommer noch löchrige Pisten und sind jetzt frisch befestigt (v. l. n. r.): der nördliche Abschnitt der Forstallee, das südliche Ende des Rehsprungs und die Zufahrt zur Siedlung Bullenwinkel. Die zupackende Problemlösung durch Herrn Standke in der Bauverwaltung hat´s möglich gemacht.

 

  1. Fahrradständer in Groß Glienicke

Bei einem Ortstermin am 11. September haben Herr von Einem und Frau Reisse von der Stadtverwaltung mit mir Standorte für Fahrradstellplätze an der Badewiese geprüft. Zwei Standorte wurden festgelegt: einer im Bereich des Pavillon Seeperle an der Seepromenade, der andere in der Nähe der Kletterwand an der Zuwegung zum Uferweg. Die Stellplätze sollen rechtzeitig vor Beginn der nächsten Badesaison errichtet werden.

Am Potsdamer Tor hat die Überprüfung ergeben, dass auf der Seite des Gutsparks keine Flächen zur Verfügung stehen, da der Denkmalschutz keine Fahrradständer im Bereich des Gutstores zulässt. Stattdessen werden nun Fahrradständer auf der gegenüberliegenden Seite, im Bereich der Bushaltestelle Dreilinden, gebaut.

Außerdem ist beabsichtigt, dass die Zahl der Fahrradstellplätze an der Ecke Sacrower Allee/ Richard-Wagner-Straße erhöht wird. Die zur Zeit vorhandenen Stellplätze reichen nicht mehr aus.

 

  1. Sitzbänke in Groß Glienicke

Wie im aktuellen Heveller zu lesen ist, beschäftigt sich der Ortsbeirat zur Zeit mit der Frage, an welchen Stellen in unserem Ort weitere Sitzbänke aufgestellt werden sollten. Dies ist die aktuelle Situation:

–         Am Nordufer des Groß Glienicker Sees, im Bereich der Mauergedenkstätte, hat der Bezirk Spandau eine Sitzbank aufgestellt.

–         Im Einkaufszentrum am Mühlenberg sind Sitzgelegenheiten an der Grünfläche vor dem dm-Markt eingerichtet.

–         Im Wohngebiet An der Kirche gibt es Sitzbänke in den gärtnerisch gestalteten Anlagen.

–         An der Grünfläche des Wohngebiets Albrechtshof gibt es Sitzbänke.

–         Am fertig gebauten Teilabschnitt des Uferwegs südlich des Begegnungshauses ist eine Sitzbank aufgestellt worden.

–         An und auf der Badewiese stehen 4 Sitzbänke.

–         Am Südende des Groß Glienicker Sees stehen mehrere Sitzbänke an der Seepromenade (in der Grünanlage am Abhang der Seepromenade, am Südufer des Sees und unweit der Skulptur von Volkmar Haase).

–         In der westlichen Richard-Wagner-Straße hat eine Anliegerinitiative eine begrünte Mittelinsel mit Sitzgelegenheit gebaut.

–         An der Sacrower Allee ist eine Sitzbank Teil der Grünanlage, die an den ehemaligen Ernst-Thälmann-Platz erinnert.

 

Der Ortsbeirat berät nun, an welchen Punkten weitere Sitzbänke wünschenswert wären. Dabei geht es nicht zuletzt um die Frage: Welche Orte haben in Groß Glienicke eine Aufenthaltsqualität, dass sie mit der Aufstellung einer Sitzbank zum Verweilen und Treffen einladen würden?

Plätze mit Aufenthaltsqualität und Sitzgelegenheit: am Südufer des Groß Glienicker Sees und an der Badewiese. Wo sonst noch Sitzbänke wünschenswert wären, ist Thema im Ortsbeirat.

 

  1. Kurzmeldungen

Mauergedenken am 13. August
Gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister von Spandau, Helmut Kleebank, gedachten wir am 13. August an der Mauergedenkstätte der Opfer  des DDR-Grenzregimes. Seit Jahren findet an diesem Tag auch eine gesonderte Kranzniederlegung durch die CDU Spandau und Groß Glienicke statt. Für das nächste Jahr haben wir uns zu einem gemeinsamen Gedenken verabredet.

Baupläne des Alexander-Haus-Vereins:

Am 20. Juni hat der Alexander-Haus e. V. im Ortsbeirat seine Baupläne für ein interreligiöses Begegnungszentrum am Alexander-Haus vorgestellt. Sowohl im Ortsbeirat als auch bei einer späteren Veranstaltung im Begegnungshaus stießen die Pläne auf Bedenken aufgrund der Dichte der geplanten Bebauung. Der Verein hat angekündigt, die Pläne zu überarbeiten und wird die überarbeiteten Pläne im Ortsbeirat vorstellen – voraussichtlich in der nächsten Sitzung im November.

750-Jahr-Feier in Grube

Am 16. September war ich zur 750-Jahr-Feier im Potsdamer Ortsteil Grube eingeladen. Gefeiert wurde ein schönes Fest, bei dem die Mehrzahl der Bewohner auf den Beinen war. Mit weniger als 500 Einwohnern hat Grube allerdings auch nur ein Zehntel der Einwohnerschaft von Groß Glienicke.

Eine kuriose Note hat die Jubiläumsfeier, weil sie auf einer Theorie des Ortschronisten Armin Welthe basiert, die im Widerspruch zur übereinstimmenden Meinung in der Geschichtswissenschaft – Archivaren und Universitätshistorikern – steht; der Potsdamer Universitätshistoriker Lutz Partenheimer hat sie überprüft und hält sie für abwegig: dass Grube damals nicht Grube hieß, sondern Glyneke. Danach wäre bei der Schenkung von 1267 nicht Groß Glienicke gemeint gewesen, sondern das heutige Grube. Nach den Fachwissenschaftlern geht die Ersterwähnung von Grube auf das Jahr 1264 zurück. Danach hat Grube jetzt sein 753er Ortsjubiläum gefeiert. Sei´s drum: die Einheimischen und Gäste gingen locker damit um und feierten fröhlich.

 

  1. Hinweise und Termine

Das alljährliche Kunstwochenende Kaleidoskop startet am Samstag, den 30. September um 15 Uhr im Groß Glienicker Begegnungshaus und in Kladow. Bis zum musikalischen Abschluss am Sonntag um 17 Uhr im Haus Kladower Forum präsentieren Kunstschaffende aus Groß Glienicke und Kladow ihre Werke.

Höhepunkt des Kaleidoskop-Wochenendes ist die Enthüllung der aus 3 Steinen bestehenden Skulptur an der Badewiese. Diese Gemeinschaftsskulptur ist unter Anleitung von Birgit Cauer (Neues Atelierhaus Panzerhalle) entstanden. Groß Glienickerinnen und Groß Glienicker haben sie behauen – ein bemerkenswertes Werk, das unseren Uferweg-Skulpturenpfad bereichert:

Enthüllung: 30. September, 18 Uhr, Badewiese, am Uferweg.

Am Abend des 17. November enden unsere 750-Jahr-Feiern mit einem Filmabend in der Grundschule. Gezeigt werden der Groß Glienicke-Film von Karl Laier, außerdem kurze Filme aus der jüngeren Ortsgeschichte sowie eine Fotoausstellung, die Helmut Görgen organisiert. Für das Catering sorgt der Förderverein der Grundschule.

Ein Hinweis: Falls Sie noch Filmaufnahmen haben, die an diesem Abend gezeigt werden sollten: freuen wir uns, wenn Sie sich melden! (ortsvorsteher-gg@potsdam.de)

Der Ortsbeirat tagt wieder am 21. November.

Antragsschluss ist der 6. November.

Winfried Sträter, Ortsvorsteher

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