Einladung zum Picknick „Freier Uferweg“
17. April 2017
Jazz-Brunch im Begegnungshaus
18. Mai 2017

Ortsvorsteher-Bericht – April 2017

Themen:

1.)    Alexander-Haus: Vertrag unterzeichnet, Restaurierung im Gange

2.)   Frühjahrsputz in der Landhausstraße und am Fenn

3.)   Vereinskonferenz mit enttäuschend geringer Beteiligung

4.)    Buslinien 638, 639

5.)   Die geänderten Pläne für die Krampnitz-Bebauung

6.)   Gute Resonanz: Osterfeuer des MC Groß Glienicke

7.)   Kurzmeldungen

8.)  Termine und Hinweise

 

1. Alexander-Haus: Vertrag unterzeichnet, Restaurierung im Gange

Nun ist es amtlich: Der Alexander-Haus-Verein hat die Nutzungsrechte am Alexander-Haus-Grundstück mit der Auflage, das Haus und die Gartenanlage zu restaurieren. Am 31. März haben Bürgermeister Burkhard Exner für die Stadt Potsdam und Moritz Gröning vom Vorstand des Alexander-Haus-Vereins den Vertrag unterzeichnet, der die Nutzungsrechte für 30 Jahre überträgt. Die Restaurierungsarbeiten sind bereits in vollem Gange.

    

V.l.: Vertragsunterzeichnung durch M. Gröning und B. Exner/ Restaurierung/ Luftbild: blau umrahmt ist das Grundstück zwischen Potsdamer Tor und See für die Nutzung durch den Alexander-Haus-Verein

 

2. Frühjahrsputz in der Landhausstraße und im Fenn

Der Frühjahrsputz ist eine Tradition in den Potsdamer Ortsteilen. In diesem Jahr wurde er gemeinsam vom Ortsbeirat und dem Verein Freies Ufer organisiert. Viele Freiwillige haben sich in großer Fleißarbeit bei bestem Wetter zwei Orte entmüllt: das Südufer des Groß Glienicker Sees im Bereich Landhausstraße und das Fenn entlang der Straße Am Schlahn.

In der Landhausstraße hatte Frau Maximini-Sager für eine große Nachbarschaftsaktion gesorgt: Die Bewohner sammelten über 20 Säcke voll und sorgten dafür, dass der Einstiegsbereich in den See wieder gesäubert ist. Mit dem Gerichtsurteil zur Grundstücksschenkung an die Stadt gehört der Seezugang dort der Stadt, und die Entmüllung hatte hier einen doppelten Sinn: den Strand nutzerfreundlich herzurichten (wozu noch eine Sandaufschüttung gehört) und die Fläche für die geplante Aufstellung eines Denkmals vorzubereiten. Das Denkmal soll im Besonderen an die von den Nazis verfolgte Familie Blaustein erinnern, die hier einst ein Wochenendhaus besaß.

     

Der zweite Ort, an dem ebenfalls etliche Freiwillige Müll sammelten, war das Fenn. Auf den ersten Blick ist zwar entlang der Straße Am Schlahn nicht mehr so viel Müll abgeworfen worden wie früher, aber hinter dem Straßenrand entdeckten wir Unrat in Mengen: Flaschen, Haushaltsgegenstände, selbst einen Nachttopf. Die Sammelaktion wurde zur anstrengenden Arbeit! Zahlreiche Müllsäcke wanderten in den Container. Trotzdem: unter der Oberfläche lagert immer noch viel Müll.

Am Ende beider Frühjahrsputz-Aktionen war der Container, den die STEP mitsamt Müllsäcken und Handschuhen gestellt hatte, bis oben hin voll. Nicht zuletzt sollte die Aktion deutlich machen: die Natur ist kein Müllplatz. Nur dann können wir sie ungestört genießen!

 

3. Vereinskonferenz mit enttäuschend geringer Beteiligung

In Potsdam gelten neue Richtlinien zur Förderung des Gemeinschaftslebens in den Ortsteilen. Zum einen gibt es Vereinfachungen bei der Antragstellung, zum anderen bekommen die Ortsbeiräte größeren Einfluss auf die Mittelvergabe. Zugleich gibt es neue Fristen, um Förderprojekte beim Ortsbeirat anzumelden (Ende Oktober / Ende Februar). Das Jahresbudget bleibt bei knapp 17.500 Euro für Groß Glienicke.

Um die neuen Regeln zu erläutern und durchzubesprechen, hatte ich die Vereine zu einer Vereinskonferenz am 4. April ins Begegnungshaus eingeladen. Auch die weiteren Veranstaltungen im 750er Festjahr sollten besprochen werden. Leider ließ die Resonanz sehr zu wünschen übrig. Nur sehr wenige Vereine waren bei der Konferenz vertreten.

Aus zwei Gründen ist die geringe Resonanz ärgerlich: zum einen – konkret – war es eine gute Gelegenheit, die Fragen rund um die Vereinsförderung zu besprechen. Zum anderen – grundsätzlich – ist das Vereinsengagement in Groß Glienicke zwar groß. Aber es wäre gut, wenn sich die Engagierten auch mal in großer Runde treffen. Nicht zuletzt könnte dadurch das örtliche Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden.

 

4. Buslinien 638, 639

Wie geht´s weiter mit der Buslinie 639? Seitdem die Buslinie nach Spandau nicht mehr über die Waldsiedlung fährt, ist diese durch einen Shuttle-Verkehr zur Haltestelle Am Park angebunden. Der VIP hat eine leicht steigende Nutzung dieser Linie beobachtet (allerdings auf niedrigem Niveau) und lässt das Angebot bestehen. Vor allem durch die Flüchtlingsunterkunft gibt es Bedarf. Zugleich beobachtet der VIP den mutmaßlich wachsenden Bedarf durch die Bautätigkeit in der Waldsiedlung. Eine Direktverbindung nach Potsdam gibt es weiterhin durch den 604er Bus aus Falkensee.

Erhebliche Veränderungen stehen beim 638er Bus bevor. Ab Mai ist der Bus vom Straßenbahnbau in der Nedlitzer Straße betroffen, aber weniger als der Autoverkehr: während der monatelangen einspurigen Verkehrsführung wird der Autoverkehr umgeleitet, während der 638er Bus weiterhin eine Durchfahrtmöglichkeit erhält.

Grund ist die starke Auslastung der Busse: Der 638er ist eine der drei meistgenutzten Buslinien in ganz Potsdam. Zugleich ist der 638er aber auch eine der unpünktlichsten Linien durch die Staus in Richtung Innenstadt. Wenn die Straßenbahn bis Jungfernsee fertig ist (zum Winterfahrplan 2017/18), soll der 638er daher nur – mit wenigen Ausnahmen – mit zum Campus Jungfernsee fahren. Dort muss man dann in die Straßenbahn umsteigen, die allerdings auf einen Zehnminutentakt verdichtet wird.

Genauere Informationen gibt es in der Ortsbeiratssitzung im Juni.

 

5. Die geänderten Pläne für die Krampnitz-Bebauung

Nach den Pressemeldungen der vergangenen Wochen geht es mit der Bebauung des ehemaligen Krampnitzer Kasernengeländes nun voran. 3.800 Einwohner waren geplant – nach den neuen Plänen sollen dort Wohnungen für 6.500 Menschen gebaut werden. Was für die Entlastung des Wohnungsmarktes gut ist, bedeutet zugleich aber eine dramatische Verschärfung der Verkehrsprobleme.

Dieses Thema muss für uns und die Stadtverwaltung in naher Zukunft von hoher Dringlichkeit sein: Das Verkehrswachstum wird erheblich größer sein als ohnehin schon befürchtet! Wie kann man die Verkehrsprobleme in den Griff kriegen? Wie schnell kommt der Straßenbahnbau nach Krampnitz? Wie verhindern wir den Dauerstau am Stadteingang? Was bedeutet Krampnitz für den Durchgangsverkehr durch Groß Glienicke? Viele dringliche Fragen – abwiegeln, wie Verkehrsplaner dies bisher versuchten, gilt nicht!

 

6. Gute Resonanz: Osterfeuer des MC Groß Glienicke

Am Ostersamstag brennen auch in Groß Glienicke die Osterfeuer: das kleine Osterfeuer nach der Ostermesse am Pfarrhaus – und das große Feuer des MC Groß Glienicke auf dem Sportgelände nahe der L 20.

Am Samstagnachmittag schauten die Verantwortlichen noch trübsinnig in die Himmel, der Regen und Graupel zu bieten hatte, aber am Abend blieb es weitgehend trocken, das haushohe Feuer, Totholz, das von den MC-Mitgliedern gesammelt und zurechtgeschnitten worden war, konnte abgebrannt werden. Die Resonanz war in diesem Jahr wieder groß – viele Groß Glienicker fanden sich am Feuer ein und feierten den Start in die Osterfeiertage.

     

7. Kurzmeldungen

Nach dem Winter geht das Tiefbauamt in jedem Jahr mit dem Ortsvorsteher auf Inspektionstour, um die Straßenzustände und Problemstellen zu begutachten. Trotz Nachfrage gibt es bis jetzt leider noch keinen Termin für die Tour.

Der Kreisel bietet immer noch einen traurigen Anblick. Meine Bemühungen, dass er zügig neu gestaltet wird, sind bisher noch nicht erfolgreich gewesen. Dass ausgerechnet im 750er Jubiläumsjahr der Ortseingang so trostlos aussieht, ist für Stadt und Land (mit zuständig für die Gestaltung an der B 2) beschämend.

Gutspark: Aufmerksame Beobachter werden die Einrüstung der Wollank-Grablege gesehen haben: Die Arbeiten waren Teil der Wartung, die die Denkmalschutzfirma Schulze durchführt. Sie hatte bauliche Schäden festgestellt und repariert.

Anlässlich des Betreiberwechsels in der Flüchtlingsunterkunft haben Birgit Malik und ich den bisherigen Betreuerinnen und Betreuern sowie den Ehrenamtlichen für ihre Arbeit gedankt. Regina Görgen von der Initiative Neue Nachbarschaften hat noch einmal deutlich gemacht, dass in der Zeit, in der der IB die Unterkunft geleitet hat, sehr erfolgreiche Betreuungsarbeit geleistet wurde. Außerdem gab es eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen.

 

8. Hinweise und Termine

Eine sehenswerte Ausstellung zeigt das Kladower Forum in seinem Haus in der Kladower Ortsmitte.
Auch Groß Glienicke ist in interessanten alten Fotos zu sehen – wie in dieser Luftaufnahme.
Öffnungszeiten stehen auf der Internetseite des Kladower Forums.

Der Ortsbeirat tagt wieder am 16. Mai.
Antragsschluss ist 1. Mai.

Winfried Sträter, Ortsvorsteher

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