Ortsvorsteher-Bericht April 2018
2. Mai 2018

Ortsvorsteher-Bericht Mai 2018

Themen:

1.)  Straßeninspektion 2018

2.) Das Bus-Thema in den Ausschüssen

3.) Vereinsgeschäftsstelle: Hilferuf des SC 2000

4.) Wege durch das Seecenter

5.) Alexander-Haus: Werkstadt-Auftakt

6.) Was fehlt? Das Birkenhäuschen an der Ernst-Thälmann-Straße!

7.) Kurzmeldungen

8.)  Termine und Hinweise

 

  1. Straßeninspektion 2018

Ende April habe ich mit Herrn Standke vom Tiefbauamt die jährliche Straßeninspektion durchgeführt. Erfreulich: nach den Straßenbefestigungen der vergangenen Jahre ist die Menge an „großen Themen“ deutlich weniger geworden. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse:

Alter Weinberg: Hier muss die Straße noch hergerichtet werden. Die vorbereitenden Arbeiten sind im Gange. 2019 sollen die Arbeiten durchgeführt werden.

Triftweg: Die Anliegerbeteiligung zur Herrichtung des Gehweges und der Beleuchtung ist mit positivem Ergebnis durchgeführt worden. Auf Wunsch eines Eigentümers läuft aber noch ein Grenzfeststellungsverfahren. Nach dessen Abschluss wird der Gehweg gebaut – planmäßiger Beginn: viertes Quartal 2018.

Reparaturen von Löchern und Straßenbelagschäden in einer Reihe von befestigten Straßen nötig: wird im zweiten Quartal erledigt.

Seepromenade, am Südende des Groß Glienicker Sees: abgebrochene Kanten am Straßenrand werden im 3. Quartal repariert.

Ecke Richard-Wagner-Straße/ Im Hirschen: Dort steht bei Regen das Wasser quer über die gesamte Fahrbahn. Wird im zweiten Quartal überprüft, wie die Regenentwässerung überarbeitet werden kann.

Interessentenweg/ Ecke Freiheitstraße: Straßenschäden durch Schwerlastverkehr werden nach Ende der Bauarbeiten durch den Verursacher repariert.

Freiheitstraße nach Grüner Weg: Nach Rücksprache mit Anliegern werden keine Entwässerungsmulden gezogen. Wenn EWP-Maßnahme dort erfolgt, soll der Bankettstreifen oberflächengleich mit der Straße hergerichtet werden.

Schulzenlandweg: extrem unebene Straße, allerdings noch Bautätigkeit – provisorische Instandsetzung soll im zweiten Quartal erfolgen.

Tristanstraße zwischen Richard-Wagner- und Parzivalstraße: Hier ist eine Erneuerung der Befestigung notwendig, die Maßnahme steht aber unter Haushaltsvorbehalt und kann daher nicht vor 2019 erfolgen.

 

  1. Das Bus-Thema in den Ausschüssen

Die Beratung unseres Bus-Themas in der Stadtverordnetenversammlung kommt nur zäh voran. Am 25. April war das Thema auf der Tagesordnung des Finanzausschusses, aber – für mich völlig unverständlich wurde es auf die nächste Sitzung vertagt. Peter Kaminski protestierte als Mitglied des Ausschusses dagegen, aber seinen Antrag, den Punkt nicht zu verschieben, lehnte die Mehrheit ab (gegen die Stimmen der beiden Linken-Ausschussmitglieder).

Am 26. April wurde das Thema im Umweltausschuss KOUL immerhin beraten. Der Sitzungsleiter erteilte Andreas Menzel das Wort, der als Gastredner für den OBR-Antrag warb. Daraufhin plädierte Herr Jäkel (Die Linke) für seinen Antrag, den 638er weiterhin bis zum Campus fahren zu lassen, aber Verbesserungen beim Umstieg vom VIP zu fordern. Da erkennbar war, dass der Ausschuss diesem Antrag folgen würde, bat ich darum, dass er ergänzt wird: In den Abendstunden, wenn er nur noch stündlich nach Groß Glienicke verkehrt, sollte der 638er bis zum Hauptbahnhof durchfahren. Dies nahm Herr Jäkel in seinen Antrag auf. Dieser erweiterten Fassung stimmte der KOUL-Ausschuss dann ohne Gegenstimme und bei einer Enthaltung zu.

 

  1. Vereinsgeschäftsstelle: Hilferuf des SC 2000

Der SC 2000 ist Groß Glienickes Breitensport-Verein. Mit über 400 Mitgliedern ist es der größte Verein unseres Ortsteils. Für den ehrenamtlichen Vereinsvorstand bedeutet das eine große Arbeitsbelastung. Deshalb war der Vorstand froh, dass ihm das ungenutzte Haus am Weg zur Sporthalle für die dringend benötigte Vereinsgeschäftsstelle in Aussicht gestellt wurde. Der Ortsbeirat hatte 2016 darum gebeten, die Verwaltung hatte positiv darauf reagiert. Der Haken: Erst müsse der Bebauungsplan in diesem Bereich geändert werden, teilte das Planungsamt mit. Das werde in ein bis eineinhalb Jahren erledigt. Die Zeit ist vorbei, aber bisher ist noch nichts erledigt.

Dornröschen wartet sehnsüchtig darauf, wachgeküsst zu werden: das leerstehende Haus am Weg zur Sporthalle, das der SC 2000 dringend als Vereinsgeschäftsstelle benötigt.

 

Alljährlich ist der 2-Seen-Lauf des SC 2000 ein sportlicher Höhepunkt in Groß Glienicke

Der SC 2000 hat nun einen Hilferuf abgeschickt. „Wir sind am Limit unserer Kräfte“, heißt es darin. Ohne die benötigte Räumlichkeit besteht die Gefahr, dass „eine Weiterführung des Vereins unter den bestehenden Bedingungen nicht mehr möglich ist“. Ich habe die Fachverwaltung gebeten, das Problem schnell zu lösen. Wie im Fall des Trafo-Hauses in der Waldsiedlung (das in ein Nahversorger-Café umgewandelt werden soll) ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass eine Änderung des B-Plans Voraussetzung für die Umnutzung des Gebäudes sein soll. Auch nach Einschätzung von Daniel Dörr, dem Juristen in unserem Ortsbeirat, ist es möglich, einen formal korrekten Weg zu finden, um an der Sporthalle und in der Waldsiedlung eine rasche Umnutzung der zur Zeit funktionslosen Gebäude zu ermöglichen.

Vielleicht sollte die Angelegenheit auch mal Thema in der Stadtverordnetenversammlung sein. Die Stadt ist sehr an ehrenamtlicher Arbeit interessiert, aber es müssen auch die Voraussetzungen für die ehrenamtlich Arbeitenden stimmen!

 

  1. Wege durch das Seecenter

Nach der spätwinterlichen Eiszeit beschwerte sich eine Bürgerin aus Groß Glienicke bei mir, dass der Weg rechts neben dem Seecenter (vom Triftweg aus gesehen) vereist war. Ein Schild warnt: Nutzung auf eigenes Risiko.

Nach Auskunft der Stadtverwaltung ist dies die Rechtslage: Nach dem in den 90er Jahren vom Amt Fahrland erstellten und der Gemeinde Groß Glienicke verabschiedeten Bebauungsplan gibt es im gesamten Bereich des Seecenters kein öffentliches Wegerecht. Der private Eigentümer des Seecenters hat daher das Recht, mit dem Schild auf „eigenes Risiko“ zu verweisen.

Die öffentliche Nutzbarkeit der Verbindung zwischen Triftweg und Glienicker Dorfstraße ergibt sich aus der Funktion des Seecenters als öffentliches Dienstleistungszentrum. Insofern ist innerhalb des Seecenters keine Gefahr im Verzuge. Allerdings zeigt sich hier einmal mehr, wie sehr in den 90er Jahren die Wegerechtsfrage unterschätzt worden ist. Für den Weg am Rande des Seecenters wäre es besser gewesen, wenn die öffentliche Nutzung im B-Plan festgeschrieben und der Weg in Gemeinde-Eigentum übertragen worden wäre.

 

  1. Alexander-Haus: Werkstadt-Auftakt

Es hat sehr lange gedauert, bis ein Termin zustande kam, doch nun startet das Werkstadt-Verfahren zu den Plänen des Alexander-Hauses. Zum Hintergrund: Das Projekt der Restaurierung des Wochenendhauses der jüdischen Familie war mit Enthusiasmus gestartet worden, aber als der Alexander-Haus-Verein 2017 Pläne für Bebauung und Nutzung des Geländes hinter dem Potsdamer Tor vorstellte, regte sich Kritik. Die Befürchtung: Bebauung und Nutzung würden nicht zu dem Gelände passen.

Auf Bitten des Ortsbeirates habe ich die Potsdamer „Werkstadt für Beteiligung“ engagiert, die lokale Konfliktfälle professionell moderiert. Die Terminsuche zog sich allerdings sehr lange hin; nun kann das Verfahren am 9. Juni gestartet werden. Beteiligt sind die Nachbarn, der Alexander-Haus-Verein und eine Groß Glienicker Gruppe von Vereinsmitgliedern und Nachbarn, die sich in den letzten Monaten in die Materie eingearbeitet haben.

Für die Mitglieder des Ortsbeirates ergibt sich eine ungewohnte Rolle als Zuhörer: Am Werkstadt-Verfahren ist der Ortsbeirat nicht als Akteur beteiligt, vielmehr soll er in der Lage sein, nach Abschluss des Werkstadt-Verfahrens eine qualifizierte Entscheidung treffen zu können, wenn er sein Votum für den Ortsteil abgeben soll.

 

  1. Was fehlt? Das Birkenhäuschen an der Ernst-Thälmann-Straße!

Es war das originellste Haus in Groß Glienicke, ein Blickfang, wenn man durch die Seepromenade fuhr: das Birkenhäuschen an der Ecke Ernst-Thälmann-Straße. Jetzt ist es leider Geschichte. Das Grundstück wird neu bebaut, und das Häuschen sei ohnehin im Innern von Schimmel befallen, erfuhr ich auf Nachfrage vom Makler. Schade ist es trotzdem, dass damit wieder ein Stück Vergangenheit aus dem Ortsbild von Groß Glienicke verschwunden ist.

Das Birkenhäuschen war etwas Besonderes in unserem Ortsbild. Im März dieses Jahres wurde es abgerissen – jetzt ist der Platz, an dem es stand, abgeräumt für Neubebauung.

 

  1. Kurzmeldungen

Am 26. Oktober jährt sich zum 15. Mal die Eingemeindung der Stadtrand-Dörfer, darunter Groß Glienickes, nach Potsdam. Vor 5 Jahren hatten wir den Oberbürgermeister und die Ortsvorsteher zu einer Bestandsaufnahme in unsere Schulaula eingeladen. In diesem Jahr wird das Thema in der City verhandelt: Das STADT FORUM POTSDAM, das regelmäßig Veranstaltungen zu stadtpolitisch wichtigen Themen durchführt, widmet sich dem Thema Potsdam und seine „neuen“ Ortsteile. Das Stadt-Forum ist für den 11. Oktober geplant. Veranstaltungsort und weitere Informationen folgen, sobald die Organisatoren die Entscheidungen dazu getroffen haben.

Vier Mitglieder des Ortsbeirates sind gestern der Einladung der Sitzbänke AG gefolgt und haben Standorte für Sitzbänke in Augenschein genommen – am Friedrich-Günther-Park, am Waldspielplatz neben der Badewiese, in den beiden Einkaufszentren. Vor allem ging es um die Frage, an welchen Orten eine Sitzbank zum Verweilen einlädt und Aufenthaltsqualität schafft. Die Zusammenkunft fand mit Blick auf die Beschlussfassung in der Mai-Sitzung statt.

 

  1. Hinweise und Termine

Das Begegnungshaus hat seit 20 Jahren seinen Sitz in der Glienicker Dorfstraße 2. Am 27. Mai wird dies ab 11 Uhr mit einem Jazz-Brunch gefeiert. Alle, die mitfeiern wollen, werden um Anmeldung gebeten: 033201-20964 oder: info@begegnungshaus-ev.de

Die Sicherheitspartnerschaft bietet wieder eine polizeiliche Fahrradcodierung an: am 9. Juni von 10-13 Uhr im Bürgerbüro (auf der Südseite des Einkaufszentrums Albrechtshof).

Der Ortsbeirat tagt wieder am 19. Juni 2018, Antragsschluss ist der 4. Juni.

Winfried Sträter, Ortsvorsteher

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