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Der Uferweg ist längst noch nicht wieder frei, die Sperren nicht durch Einsicht und nicht durch Staatsgewalt beseitigt, da nimmt die Uferlandschaft am Groß Glienicker See stellenweise doch schon die Form an, die sie einmal haben soll. Und der Weg, der dann einmal frei und durchgängig begehbar sein soll, soll nicht nur Ruheplätze, Aussichten, eine lauschige Atmosphäre am Wasser bieten, sondern auch kulturell aufgewertet werden.

Werke zeitgenössischer Kunst sollen den Spaziergang am See noch zusätzlich interessant machen und – eingebettet in die Natur – einzelne Erlebnispunkte schaffen. Ohnehin bereits vom Weg aus zu erleben sind, beginnend im Norden der Gutspark mit der Mauergedenkstätte und das Alexanderhaus, dessen Restaurierung bevorsteht und ein Zentrum lebendiger deutsch-jüdischer Geschichte werden wird. Weiter südlich dokumentiert das Haus Abraham, dessen Restaurierung mit dem brandenburgischen Denkmalpreis ausgezeichnet worden ist, die Baukultur der zwanziger Jahre.

Diese Kulturlandschaft soll durch den Skulpturenpfad verbunden werden. Die Skulpturen werden an markanten Orten des Ufers aufgestellt, laden mit Bänken zum Verweilen ein und inspirieren zur Auseinandersetzung mit den Themen Leben am Wasser, Wasser als trennendes und vereinendes Element, Mensch und Natur.

Und – nicht zuletzt – der Skulpturenpfad unterstreicht die Bedeutung des freien Uferweges für die Stadt Potsdam und die Bewohner von Groß Glienicke. Er wertet den Uferweg zu einer kulturvollen Flaniermeile am schönsten Ort Groß Glienickes auf (und könnte vielleicht diesem oder jenem Sperrer den letzten Ruck zur Aufgabe der Sperrung geben).

Die Idee aus dem Groß Glienicker Kreis, die der Ortsbeirat aufgegriffen hat und den Birgit Malik zielstrebig vorangetrieben hat, ist inzwischen soweit gediehen, dass in einer schwierigen Abstimmung mit der Stadt fünf  konkrete Plätze für die Aufstellung festgelegt worden sind. Die Werke werden als Leihgabe zur Verfügung gestellt, aus dem Ortsteil muss die Aufstellung finanziert werden. Das erste Kunstwerk ist eine Skulptur des Kladower Künstlers Volkmar Haase (gest. 2012) „Die Woge“. Sie soll am Südufer Platz finden.

Für die Aufstellung der Kunstwerke werden weitere Spender/Sponsoren gebraucht.

Kontakt: Winfried Sträter, Birgit Malik , E-Mail: ortsvorsteher-gg@potsdam.de, Tel.: 033201-20421, Spendenkonto: Groß Glienicker Kreis e.V. IBAN DE90 1605 0000 3536 0022 09, Kennwort: Skulpturenpfad

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