Ortsvorsteherbericht November 2022
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Thema: Müll
28. November 2022

Herbstwanderung durch das Bundeswehr-Übungsgebiet in der Döberitzer Heide

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: 11 OV-Bericht November 2022): Bis zum Abzug der Roten Armee war die Döberitzer Heide ein riesiges Militärgelände, auf dem die Besatzungstruppen stationiert waren. Der weitaus größte Teil ist heute Naturschutzgebiet, das von der Sielmann-Stiftung betreut wird. In unmittelbarer Nachbarschaft nordwestlich von Groß Glienicke wird ein 550 Hektar großes Areal aber weiter militärisch genutzt. Die Bundeswehr führte im Oktober zu einem Informationsrundgang durch das Wald- und Heidegelände.
Da dieser Truppenübungsplatz in unmittelbarer Nähe zur Bundeshauptstadt liegt, wird er intensiv genutzt. An 300 Tagen im Jahr finden hier Übungen statt, informierte Brigadegeneral Uchtmann, an denen 10-15.000 Soldatinnen und Soldaten teilnehmen. Auch sogenannte „Blaulichtorganisationen“ des Rettungswesens üben hier. Vor dem Hintergrund der Zeitenwende werde die bereits hohe Auslastung noch weiter steigen, auch an Wochenendtagen soll geübt werden.
Auf den ersten Blick sieht das Wald- und Heidegelände kaum anders aus als Sielmanns Naturlandschaft. Tatsächlich spielt der Naturschutz auch für die Bundeswehr eine große Rolle. Ein Dienstleistungszentrum der Bundeswehr pflegt das Gelände und achtet darauf, dass die Gestaltung einerseits den Übungserfordernissen der Bundeswehr, andererseits auch den Naturschutzbelangen entspricht. Biotopverbünde werden geschützt, die Forstwirtschaft unterliegt nicht den Erfordernissen der kommerziellen Nutzung des Waldes. Der Anteil von Eichen etwa ist ungewöhnlich hoch, weil die Soldaten der Roten Armee intensiv gejagt hatten und der Wildverbiss daher viel geringer war als in anderen Wäldern. Ob die Eichen dem Klimawandel standhalten, ist nach Einschätzung der zuständigen Förster allerdings fraglich.
Eine Warnung richtete die Bundeswehr an die Pilzsucher. An den Zugängen warnen Schlagbäume und Schilder vor dem Betreten des Truppenübungsgeländes, denn der militärische Betrieb ist gefährlich. Geübt wird zwar mit Übungsmunition, aber auch die sei gefährlich, warnt Stabsfeldwebel Zabel. Auch sind Teile des Geländes noch munitionsverseucht, und deren Betreten kann lebensgefährlich sein. Wer in dem Militärgelände erwischt wird, werde mit einer Ordnungswidrigkeit bestraft, im Wiederholungsfall liege ein Straftatbestand vor.

Forstarbeiten an der B2 | Potsdamer (der-potsdamer.de) Oktober 2022

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