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OB-Kandidaten zum Thema Preußenhalle

Preußenhalle

OB-Kandidaten im Gespräch. Foto: (c) 2018, Steve Schulz

Oberbürgermeisterwahl: Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten auf Fragen des Groß Glienicker Ortsvorstehers

Frage:
Die Preußenhalle ist als Veranstaltungshalle und Sportstätte für Groß Glienicke wichtig, aber sie ist dringend sanierungsbedürftig. Wie sollte nach Ihrer Ansicht das Problem gelöst werden: durch eine kommunale Investition? Durch Privatisierung?

Janny Armbruster (Bündnis 90/Grüne):
Die Preußenhalle ist im Ortsteil Groß Glienicke eine für den Ortsteil sehr wichtige Sporteinrichtung, die ausschließlich von Vereinen genutzt wird. Sie sollte erhalten bleiben. Allerdings ist die Halle dringend sanierungsbedürftig, was mit hohen Kosten verbunden ist. Zugleich ist das Investitionsvolumen für die Sanierung so hoch, dass aktuell auch keine Fördermittel in Aussicht stehen. Haushalterisch kann die Kommune Teile der Baukosten durch Kredite nur dann mit übernehmen, wenn auch Eigenmittel über Unterstützung durch Dritte aufgebracht werden.

Lutz Boede (DIE aNDERE):
Natürlich durch eine kommunale Investition.

Götz Friederich (CDU):
Es ist ein Investor gefunden worden. Dieser hätte sehr gern einen Vertrag mit der Stadtverwaltung abgeschlossen, um die Halle nach einem abgestimmten Konzept wieder in Stand zu setzen bzw. zu nutzen. Warum ist das nicht geschehen? Privatisierung ist doch kein Teufelswerk, wenn wir alle davon etwas haben. Soviel mir berichtet wurde, liegt der Vertrag unterschriftsreif beim Oberbürgermeister, der ihn – aus mir nicht bekannten Gründen – nicht unterschreibt! Verhinderungskultur eben. Es geht um eine gemischte Nutzung, in die die Vereine in Groß Glienicke mit eingeschlossen werden. An erster Stelle natürlich auch der Karnevalsverein. Leider kann sich auch der Ortsbeirat nicht zu einem eindeutigen Bekenntnis durchringen. Wenn juristisch nichts dagegen spricht, werde ich den Vertrag sofort unterschreiben. Sport, Ärzte und andere Geschäfte könnten dann schnell in den Villenpark kommen.

Martina Trauth (DIE LINKE):
Das Problem wird sich, unter den Herausforderungen  der Haushaltslage der Landeshauptstadt Potsdam, nur durch eine gründliche Prüfung der Möglichkeiten/Notwendigkeiten in beiden Richtungen lösen lassen. Ganz sicher präferiere ich den Erhalt der Halle in kommunaler Hand. Wichtig ist dabei, dass die kulturellen und sportlichen Interessen des Ortsteils im Vordergrund stehen und gewahrt bleiben.

Dennis Hohloch (AfD):

Noch keine Rückmeldung

Mike Schubert (SPD):
Beides birgt Schwierigkeiten. Die Preussenhalle ist beliebt und wichtig, sie ist aber keine Schulsporthalle und damit zählt sie zu den rein freiwilligen kommunalen Aufgaben. Die Stadt sperrt sich nicht gegen eine Ausschreibung und folgende private Investition, aber das sollte im Einvernehmen mit den Bürgerinnen und Bürgern Groß Glienickes geschehen und mit einem nachhaltigen Nutzen für Groß Glienicke. Ebenso gut wären Fördermittel, die man für eine Sanierung in kommunaler Hand nutzen kann. Beides sind Optionen.

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