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Filmmuseum Potsdam macht virtuelles Kino: Filme ab 04. März

Filmmuseum Potsdam macht virtuelles Kino : Endlich wieder Programmkino PNN 08.01.2021 Das Filmmuseum Potsdam hat die pandemiebedingte Zwangspause genutzt, um einen neuen Kinosaal zu eröffnen: im Internet. Er soll durch die Krise helfen, aber auch danach bespielt werden. Lena Schneider

Potsdam – Der ziemlich apokalyptisch anmutende Jahresbeginn wird von einer höchst erfreulichen Nachricht aufgemischt: Ab 15. Januar bietet das Filmmuseum wieder Kino an. Zwar wird man noch eine Weile auf die blauen Samtsessel im Saal des Marstalls verzichten müssen, kann sich dafür aber von zuhause aus ein Wunschprogramm zusammenstellen: Das Filmmuseum bietet Teile seines Programms im virtuellen Raum an. „Kino2online“ heißt der neue, digitale Kinosaal, zu finden unter www.filmmuseum-potsdam.cinemalovers.de. Dafür muss man sich registrieren, und zahlt dann wie im Kino pro gewünschtem Film. Die Preise sind mehr als moderat: 1 bis 4 Euro pro Film.

Jutta Hoffman zum Geburtstag ab März 2021

PRESSEMITTEILUNG Kino2online Das Angebot ab 4. März https://filmmuseum-potsdam.cinemalovers.de

125 Jahre Kino – Im Kino der 1950er
Bevor die Veranstaltungsreihe und die Foyerausstellung zum Kinojubiläum im Marstall weitergehen können, zeigen wir Filme über Kinos, in denen die sich über die Dekaden wandelnde Aufführungspraxis – vom Varieté bis zum Multiplex – sichtbar wird.

  • Scala Adieu … von Windeln verweht (R: Douglas Wolfsperger, D 2018)

Jutta Hoffmann zum Geburtstag
Mit einer Reihe von Kino- und Fernsehfilmen gratuliert das Filmmuseum Potsdam gemeinsam mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und der DEFA-Stiftung von März bis Mai 2021 der Potsdamer Ausnahmeschauspielerin Jutta Hoffmann zu ihrem 80. Geburtstag.

  • Karla (R: Herrmann Zschoche, DDR 1965/1990)
  • Das Versteck (R: Frank Beyer, DDR 1977)
  • Hedda Gabler (R: Thomas Langhoff, DDR 1980)
  • Zeit der Einsamkeit (R: Peter Vogel, DDR 1983)

Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase
(ab 15.3.)
Seit beinahe sieben Jahrzehnten begeistert Wolfgang Kohlhaase mit seinen lebensnahen, genau beobachteten Filmerzählungen, die vor Witz sprühen aber auch von leiser Melancholie getragen sein können. Wir gratulieren herzlich zum 90. Geburtstag!

  • Die Störenfriede (R: Wolfgang Schleif, DDR 1953)
  • Berlin – Ecke Schönhauser (R: Gerhard Klein, DDR 1957)
  • Bonus: Zeitzeugengespräch – Wolfgang Kohlhaase (PR: DEFA-Stiftung, D 2005)

 Zum Weltfrauentag: The Female Gaze
Zum Weltfrauentag zeigen wir herausragende Spielfilme von internationalen Regisseurinnen aus den letzten Jahren.
Einmal mehr verbunden mit dem Hinweis auf strukturelle Schieflagen: Obwohl Frauen nahezu die Hälfte der Hochschulabschlüsse im Fach Regie ausmachen, bekommen Regisseurinnen in Deutschland maximal 10% der Fördergelder und nur 15% der Kinofilme entstehen unter weiblicher Regie. (Pro Quote Film)

  • Mustang (R: Deniz Gamze Ergüven, Türkei 2015)
  • Gott existiert, ihr Name ist Petrunya (R: Teona Strugar Mitevska, Mazedonien 2019)
  • Delphine et Carole, insoumuses (R: Callisto McNulty, F 2019)
  • Bonus: Filmgespräch zu „Delphine et Carole“ mit Erika und Ulrich Gregor (2021)

Kino gegen rechts
Historische und aktuelle Spiel- und Dokumentarfilme setzen sich mit dem Thema Rechtsextremismus auseinander, fragen nach den Auswirkungen rechter Gewalt, zeigen aber auch Gegenpositionen und Auswege auf.

  • Der zweite Anschlag (R: Mala Reinhard, D 2018)

Rembrandts Orient
Die Ausstellung „Rembrandts Orient“ im Museum Barberini untersucht, wie die Maler des niederländischen Goldenen Zeitalters auf Einflüsse des Nahen, Mittleren und Fernen Ostens reagierten. Eine Auswahl von Spiel- und Dokumentarfilmen begleitet die Ausstellung und lädt dazu ein, den Eurozentrismus in Kunst und Film zu hinterfragen.

  • Nightwatching – Das Rembrandt-Komplott (R: Peter Greenaway, GB/NL/Kanada/F/P 2007)

Kinderfilme
Das Kinderfilmprogramm ist ein wichtiger Bestandteil des Angebots des Filmmuseums Potsdam – auch online. Neben Filmen für die Kleinsten werden Kurzfilmprogramme, Klassiker des Kinderkinos und Filme aus der ganzen Welt gezeigt.

  • Komm, wir finden einen Schatz (R: Irina Probost, D 2012)

Weiterhin verfügbar sind folgende Filme:
(bis 14.3.)

  • 125 Jahre Kino: Sherlock jr. (USA 1924)
  • Kino gegen rechts: Die Stadt ohne Juden (A 1924)
  • Stadt, Land, Revolution: Bett und Sofa (UdSSR 1927), Einführung zu „Die Stadt ohne Juden“ von Filmarchivar Nikolaus Wostry (2021)
  • Quarantäne Kino – Film und Pandemie: Falling Leaves (USA 1912), Pest in Florenz (D 1919), Robert Koch (DDR 1960), Befund: positiv (DDR 1965), Die Hamburger Krankheit (BRD 1979), Die Stadt der Blinden (BRA/Kanada/JP 2008), Vortrag zu Pandemie-Filmen von Medienwissenschaftler Denis Newiak (2021)
  • Black History Month: The March on Washington (USA 1963), I’m a Negro, I’m an American (DDR 1989), I Am Not Your Negro (F/GB/Belgien/CH 2017), Hoffnung im Herz – Mündliche Poesie – May Ayim (D 1997). What You Gonna Do When the World’s on Fire (USA 2019)
  • Brandenburgs Filmerbe entdecken: Ich war neunzehn (DDR 1968), Lokaltermin Bernau (DDR 1975), Einführung zu „Lokaltermin Bernau“ von Sammlungsleiter Ralf Forster (2021)
  • In Erinnerung an Kim Ki-duk: Pieta (Südkorea 2012)
  • Kinderfilme: Der Junge und die Welt (BRA 2013), Kurzfilme von Khaled Mzher (D/GR/Jordanien/Libanon 2017)

Was ist Kino2online? https://filmmuseum-potsdam.cinemalovers.de/ Das monatliche Kinoprogramm des Filmmuseums Potsdam wird durch ein Online-Angebot ergänzt. Von Stummfilmraritäten bis zu aktuellen Produktionen – Kino2online bietet Seitenblicke und Kommentare zu den Reihen und Themen des Programms. Somit stehen Inhalte des Hauses auch Menschen offen, denen der Besuch von Ausstellungen und Kinoveranstaltungen vor Ort nicht uneingeschränkt möglich ist. Kino2online des Filmmuseums Potsdam ist als Video-on-Demand-Plattform bundesweit erreichbar. Das Programmangebot wechselt monatlich. Die Anmeldung als Nutzer*in ist erforderlich. Filme können zu Preisen zwischen 1,- Euro und 4,- Euro geliehen werden und stehen Nutzer*innen 48 Stunden lang zur Sichtung bereit. Kostenlose Beiträge wie Einführungen, Filmgespräche oder Trailer ergänzen das Angebot.

Regelmäßigen Nutzer*innen wird das Freundschaftsabo empfohlen. Es bietet Zugang zu allen Filmen online und berechtigt zum ermäßigten Eintritt an der Kinokasse im Marstall. Das Freundschaftsabo kostet einmalig 36,- Euro, ist ab Kaufdatum ein Jahr lang gültig und verlängert sich nicht automatisch. Die bei Anmeldung und Benutzung der Plattform übermittelten Daten sind anonym und verbleiben ausschließlich beim Filmmuseum Potsdam. Kino2online wird ermöglicht durch die Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Filmmuseums Potsdam e.V. und durch Cinemalovers (als gemeinsames Projekt des Bundesverbands kommunale Filmarbeit und des Hauptverbands Cinephilie).

Mit freundlichen Grüßen Elena Baumeister Wissenschaftliche Volontärin Filmmuseum Potsdam

Institut der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF Breite Str. 1A / Marstall 14467 Potsdam www.filmmuseum-potsdam.de

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