Ortsvorsteherbericht Januar 2022
12. Januar 2022
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12. Januar 2022

Wasserpost 2022

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: 01 OV-Bericht Januar 2022): Am 13. August vorigen Jahres hatten die Stadt Potsdam (Baubeigeordneter Rubelt) und der Bezirk Spandau (Bezirksstadtrat Bewig) ein grenzüberschreitendes Projekt vorgestellt, um Lösungsmöglichkeiten für die Probleme am Groß Glienicker und Sacrower See mit den sinkenden Wasserständen zu erarbeiten. Inzwischen ist die Mediator GmbH aus Berlin beauftragt worden, einen Dialogprozess mit den bürgerschaftlichen Akteuren zu starten, um eine Machbarkeitsstudie vorzubereiten (Zu diesem Thema wurde am 07.01.2022 folgende Information zur Veröffentlichung freigegeben: Dialog Machbarkeitsstudie 2 Seen Prozessgestaltung).

Allein auf Potsdamer Seite gibt es eine Reihe von Initiativen, Vereinen, Anliegern und Bürger-innen, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu den Seen engagieren: zu Uferwegen und Uferlandschaft, zum Landschafts- und Waldschutz, zu den sinkenden Wasserständen.

Auch wenn die Mediator GmbH noch sehr offene Leitfragen stellt („Was ist Ihnen bezüglich der beiden Seen und bei der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie jeweils wichtig – und warum?“) – es ist ein offenes Geheimnis, welches gemeinsame Thema besonders auf den Nägeln brennt: die Wasserstände. Wenn sie weiter so stark sinken wie in den letzten Jahren, oder gar noch schneller, dann werden aus den Seen Teiche, aus Uferwegen Waldwege, aus Badestellen Sandflächen am Schlick.

Im Kleinen haben wir diesen Prozess schon erlebt: nördlich des Groß Glienicker Sees. Wer hätte vor 10-15 Jahren bei der Restaurierung des Gutsparks gedacht, dass der Teich innerhalb weniger Jahre austrocknen würde? Und wer hätte gedacht, dass der Kleine See zwischen B2 und Waldsiedlung vollständig verschwinden würde? In den ersten Werbungen für den Villenpark wurde noch mit dem Gedanken geworben, dass der Kleine See eine Badegelegenheit bieten könnte.

Nach diesen Erfahrungen gibt es eine verständliche Unruhe, dass sich auch unsere beiden Seen in einiger Zeit so sehr zurückziehen könnten, wie wir uns das heute nicht vorstellen können. Gibt es eine machbare und wirkungsvolle Strategie, um das zu verhindern? Das wird absehbar das wichtigste Thema für das Wassermanagement-Projekt sein.

Potsdam und Spandau starten Beteiligungsformat zu Groß Glienicker und Sacrower See – Groß Glienicke (gross-glienicke.de)

Brandenburg passt sich an Klimaveränderungen an – Groß Glienicke (gross-glienicke.de)

Uferwegebeauftragte – Groß Glienicke (gross-glienicke.de)

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