Gemeinschaftsaktion Blühwiese auf unserem neuen Dorfplatz vor der Kirche: 08.04. 10 Uhr
13. Juni 2022
SLB 2022: 02.07. Repair Cafe, 03.07. Bücherpicknick im Volkspark
14. Juni 2022

Historisches Dorfzentrum: Neuer öffentlicher Platz vor der Kirche

Am 14.06.2022 gibt es auf der Ortsbeiratssitzung (https://gross-glienicke.de/ortsbeirat2022/) unter anderen (https://egov.potsdam.de/bi/to010.asp?SILFDNR=12135) diesen interessanten Tagesordnungspunkt: Ö 5 Vorstellung der Gestaltung des Dorfplatzes (Wilhelm-Stintzing-Platz). Dazu anbei die Kurzinformation des Ortsvorstehers als .pdf: 06-14 OBR-Vorstellung Dorfplatz-Gestaltung

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: 04 OV-Bericht OBR April 2022): Nach der Gemeinschaftsaktion im März steht nun die Aussaat der temporären Blühwiese an. Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit habe ich mit dem Grünflächenamt verabredet, dass wir die Trockenphase abwarten, da eine Bewässerung der Fläche nicht geleistet werden kann. Nun hat sich das Wetter geändert und es regnet endlich mal wieder. Daher erfolgt die Aussaat am kommenden Freitag, den 8. April ab 10 Uhr. Wer dabei sein will: herzlich willkommen!
Inzwischen haben auch entlang dieses Platzes die Arbeiten an der Restaurierung der Friedhofsmauer begonnen. Und der Landschaftsplaner Theseus Bappert arbeitet an dem Entwurf für die künftige Gestaltung des neuen Dorfplatzes.

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: 03 OV-Bericht März OBR 2022): Zum Zeitpunkt unserer letzten Ortsbeiratssitzung waren noch die letzten Abrissarbeiten im Gange. Inzwischen ist der neue Dorfplatz eine freie Fläche. Hier soll ein öffentlicher Platz entstehen, an dem sich Menschen im historischen Dorfkern von Groß Glienicke zwanglos treffen können. Die Stadtverwaltung hat inzwischen die Firma des Landschaftsgestalters Theseus Bappert beauftragt, eine Gestaltung für die Fläche zu entwerfen. Bappert hatte bereits den Entwurf für die Mauergedenkstätte erarbeitet. In einem ersten Schritt wird mit der Kirchengemeinde geklärt, was im Vorfeld von Kirche und Friedhof zu beachten ist. Sobald ein erster Entwurf vorliegt, wird er in Groß Glienicke öffentlich vorgestellt.
Da die Platzgestaltung nicht vor Herbst dieses Jahr beginnen kann, wird das Grünflächenamt für diesen Sommer eine Blühwiese dort aussähen. Dazu musste die Fläche vorbereitet werden: größere Steine mussten aus dem Boden geholt, die Fläche geharkt und Unebenheiten beseitigt werden. Dies ist in einer Gemeinschaftsaktion geschehen – Subbotnik hätte man früher gesagt. Ein kleiner Aufruf genügte – und wir waren fast 20 Freiwillige, die am 12. März bei strahlendem Sonnenschein die Fläche bearbeiteten: Groß Glienicker, auch Kladower Engagierte und die AG helfende Gemeinde der Evangelischen Kirche. So wurde die Fläche am Samstagmorgen in zwei Stunden glattgezogen. Und bei allen war die Freude zu spüren, dass hier ein neuer Dorfplatz entsteht und die Schönheit der Kirche ganz neu zur Geltung kommt.

12.03.2022 ab 10 Uhr Gemeinschaftsaktion Blühwiese auf unserem neuen Dorfplatz vor der Kirche – Groß Glienicke (gross-glienicke.de)

Ufer-Kultur-Weg 2022: Im März 2022 hat Regina Görgen anstelle der durch mehrfachen Vandalismus stark beschädigten „Königin der Nacht“ eine neue Holzskulptur mit starkem Bezug zu den aktuellen Ereignissen in der Ukraine aufgestellt. Sie trägt den Titel: „Wir werden es schaffen – mit blutendem Herzen“.

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: 02 OV-Bericht Februar OBR 2022): Der milde Winter hat die Abrissarbeiten beim Gebäudekomplex der ehemaligen Kutscherstube begünstigt. Nach dem Start im Januar konnten die Gaststätte, das Wohnhaus und die Nebengebäude innerhalb weniger Wochen entfernt werden. Vom Bewuchs blieben der Walnussbaum und die Eibe stehen – sie sollen Teil der künftigen Platzgestaltung sein.
Nachdem die Abrissarbeiten zügig vorangeschritten waren, tauchte noch ein Problem auf, das den Denkmalschutz auf den Plan rief. In einer Grube unter dem Wohnhaus deuteten Strukturen im Boden darauf hin, dass möglicherweise archäologisch interessante Funde im Boden liegen. Daher engagierte – auf Initiative des Denkmalschutzes – das Grünflächenamt einen Archäologen, der die weiteren Bodenarbeiten begleitete. Vor allem beim Aushub der Bodenplatte im Bereich der ehemaligen Gaststätte sollte begutachtet werden, ob es archäologische Funde gibt. Das Ergebnis wurde bei der Baubesprechung am 14. Februar bekanntgegeben: Der Archäologe fand keine Hinweise auf unterirdische Relikte aus vergangenen Zeiten. Damit war klar: Die restlichen Arbeiten können planmäßig fortgesetzt werden. Die Abnahme der Abrissarbeiten kann am 21. Februar erfolgen.
Inzwischen sind zwar noch nicht alle Abrissarbeiten erledigt, aber der Platz ist frei und seine Ausmaße sind erkennbar. Wenn die Abrissarbeiten abgeschlossen sind und der Platz eingeebnet ist, wird auf der Fläche zunächst Rasen ausgesät. Die Bauzäune bleiben aber noch stehen, um die Fläche nach der Aussaat zu schützen.
Unterdessen ist eine Vorentscheidung zur Namensgebung unseres neuen Dorfplatzes gefallen: Der Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung votierte am 10. Februar einstimmig für den Beschluss des Ortsbeirates, den Platz „Wilhelm-Stintzing-Platz“ zu benennen. Damit steht dem endgültigen Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung Anfang März nichts mehr entgegen. Wilhelm Stintzing war ab 1947 der erste Groß Glienicker Pfarrer in der über 700-jährigen Geschichte der Pfarrgemeinde. Durch sein Wirken bis 1967 gilt er als eine der herausragenden historischen Persönlichkeiten in der Geschichte unseres Ortes. Klaus-Rainer Dallwig (CDU), sachkundiger Einwohner aus Groß Glienicke im Kulturausschuss, gratulierte in der Ausschuss-Debatte dem Ortsbeirat zu dieser Namenswahl.

Dorfplatz Potsdam-Groß Glienicke wird nach Pfarrer Stintzing benannt (maz-online.de) 11.02.2022

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: 01 OV-Bericht Januar 2022): Die Vorbereitungen waren kompliziert, sie hatten fast ein ganzes Jahr gedauert, aber nun geht es endlich los. Die Abrissarbeiten an dem Gebäudekomplex Kutscherstube haben begonnen, sodass in wenigen Wochen der neue öffentliche Platz vor der Dorfkirche frei sein wird. In ihrer Pressemitteilung schreibt die Stadt:„Ziel ist es, auf den Flächen eine öffentliche Grünfläche gemäß den Festsetzungen des Bebauungsplans Nr. 8 herzustellen. Damit wird die Anbindung der Uferlandschaft Groß Glienicker See bis zur historischen Dorfkirche Groß Glienicke vervollständigt. Die Planung und Herstellung der öffentlichen Grünfläche ist von der Landeshauptstadt Potsdam im Anschluss an die Abbrucharbeiten vorgesehen. Die zukünftige Grünfläche befindet sich im Zentrum des historischen Dorfkernes von Groß Glienicke, unmittelbar vor der aus dem 14. Jh. entstammenden Groß Glienicker Dorfkirche. Die zukünftige Parkanlage soll mit einer hohen Aufenthaltsqualität und dem freigestellten Blick auf die Kirche auch den Charakter eines Dorfplatzes übernehmen.“
Von den Bauten verdeckt ist noch die Friedhofsmauer vor der Kirche. Bei einem Ortstermin im vorigen Jahr konnte ich mir schon mal ihren Zustand ansehen. Nach dem Abriss wird offenbar werden, dass sie jetzt keinen schönen Anblick mehr bietet und dringend saniert werden muss.
Umso erfreulicher ist es, dass die Evangelische Kirchengemeinde mit dem Förderverein Dorfkirche sofort aktiv geworden ist. Die auf Restaurierungen spezialisierte Fa. Schulze hat bereits mit den Arbeiten am letzten Abschnitt der Süd-Mauer begonnen und soll, sobald es möglich ist, die Mauer entlang der Dorfplatz-Seite restaurieren.

10 | Weniger Grau und mehr Grün für Groß Glienicke 07.01.2022 Die Landeshauptstadt Potsdam plant eine neue öffentliche Grünfläche im Ortsteil Groß Glienicke. In der kommenden Woche beginnen dafür in der Groß Glienicker Dorfstraße 11 die vorbereitenden Maßnahmen. Zunächst erfolgt der Abbruch der alten Gaststätte „Kutscherstube“ mit angrenzender Wohnbebauung.» mehr

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: 12 OV-Bericht Dezember 2021): Enttäuschend ist auch die Situation zum Jahresende vor der Dorfkirche. Nach dem Kauf des Grundstücks durch die Stadt hatten wir gehofft, dass im Laufe dieses Jahres die Bauten abgerissen werden, damit der Platz frei wird für das historische Dorfzentrum. Doch die notwendigen Vorbereitungen für Abriss und Entsorgung waren komplizierter und langwieriger als vermutet. Daher werden die Arbeiten erst nach dem Jahreswechsel beginnen können. Nicht zuletzt die Kirchengemeinde wartet darauf, um die historische Friedhofsmauer restaurieren zu können. Im neuen Jahr kommt auch der Beschluss des Ortsbeirates, den Platz Wilhelm-Stintzing-Platz zu benennen, in die Stadtverordnetenversammlung (Namensgebung für den neuen Dorfplatz vor der Kirche (21/SVV/0386): OBR Sachstand 21SVV0386 28.06.21).

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: 03 OV-Bericht März OBR 2021): Die Stadt Potsdam bereitet zurzeit die Arbeiten vor, die uns vor der Kirche und dem Friedhof einen Platz bescheren werden, der das historische Dorfzentrum nachhaltig aufwerten wird. Eigentlich hatten wir gehofft, dass schon bis Ostern die Bauten abgerissen sein könnten – und die Kirche mit der Restaurierung der Friedhofsmauer beginnen kann.

Doch leider wird es so schnell nicht gehen: Das Grünflächenamt hat mit einer Fachingenieurin die Bauten inspiziert, und dabei wurde festgestellt, dass die Abrissarbeiten erheblich aufwendiger und teurer sind als geplant. Die Arbeiten müssen auf jeden Fall von einer Privatfirma durchgeführt werden. Mitsamt der notwendigen Ausschreibung wird wohl ein Großteil dieses Jahres ins Land gehen, bis es den freien Platz und den freien Blick auf die Kirche geben wird.

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: 12 OV-Bericht Dezember 2020): Eine wichtige Weichenstellung hat es an der Dorfstraße vor der Kirche und dem Friedhof gegeben: Dort hat die Stadt bei einem Grundstücksverkauf ihr Vorkaufsrecht wahrgenommen. Im kommenden Frühjahr werden die Bauten abgerissen und es entsteht ein freier Platz, der den Dorfkern von Groß Glienicke aufwerten wird.

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: OBR Bericht November): Wer die kommunalpolitischen Themen in Groß Glienicke verfolgt, wird immer mal wieder vom Bebauungsplan 8 gelesen haben. Für unseren Ortsteil ist er mit dem Seeufer und dem  Uferweg verbunden. Der B-Plan 8 ist die Grundlage, um den öffentlichen Uferweg zu erreichen. Doch er ordnet nicht nur die Verhältnisse entlang des Seeufers, sondern auch entlang  der Dorfstraße, der Seepromenade und rund um den Karpfenteich. Das ist der Hintergrund  für eine bedeutsame Veränderung im Zentrum unseres Ortsteils.

Vor der Kirche steht noch ein Bauensemble aus Wohnhaus und der Gaststätte Kutscherstube.  Auf dieser Fläche hat früher einmal ein kleines Bauernhaus gestanden, das bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Danach war die Fläche Grünland mit Obstbäumen, ehe sie neu bebaut wurde. Als die Fläche nun zum Verkauf stand, hat die Stadt auf  der Grundlage des B-Plans ihr Vorkaufsrecht wahrgenommen und die Fläche erworben.

Mit dem Kauf hat Potsdam für das historische Dorfzentrum eine wichtige Gestaltungsmöglichkeit geschaffen. Wer sich die gegenwärtige Situation vor Augen führt, muss feststellen,  dass Dorfstraße und Seepromenade bis zur Badewiese kaum öffentliche Räume zum Verweilen bieten. Wohnhäuser und parkende Autos prägen das Bild. Selbst das Seecenter ist mittlerweile so von Zäunen abgegrenzt, dass es sich sehr deutlich als privat bewirtschaftete Fläche  darstellt. (Hinzu kommt, dass der Parkplatz unten nicht gerade zum Verweilen einlädt.)

Vor dem Pfarrhaus und dem Evangelischen Gemeindezentrum öffnet sich der Raum, bietet  auf einer Bank unter der alten Linde auch einen Ort zum Verweilen, aber die Kirche, unser  ältestes Bauwerk, rückt durch die gegenwärtige Bebauung in den Hintergrund. Sie prägt das  Ortsbild viel weniger, als es aufgrund ihrer Bedeutung sein müsste. Besonders schmerzlich ist  dies, nachdem sie neu verputzt ist und ihre Baugeschichte sichtbar gemacht worden ist.

Die Stadt Potsdam hat bei der „Strategieplanung zur Entwicklung des ländlichen Raums“  deutlich gemacht, dass sie Wert darauf legt, in den ehemaligen Dörfern historische Ortskerne  aufzuwerten. Für Groß Glienicke sah die 2017 vorgestellte Strategieplanung Handlungsbedarf  – Zitat:  „Die Umgestaltung der gastronomischen Einrichtung in eine Parkanlage nach deren Nutzung ist sinn- voll, da somit wieder eine Sichtbeziehung zur Dorfkirche entsteht und das Gebäude, welches nicht zur  umliegenden Bebauung passt, das Ortsbild nicht mehr beeinträchtigt.“

Mit dem Kauf der Fläche ist nun die Voraussetzung geschaffen, die Kirche ins Blickfeld zu  rücken  und  eine  öffentliche  Grünfläche  bereitzustellen.  Die  „Kutscherstube“  wird  zurzeit  leergezogen, die ehemalige Pächterin startet in anderen Räumlichkeiten neu. Bis Ende März  sollen  die  Bauten  abgerissen  werden.  Danach  wird  die  Kirche  die  bisher  unzugängliche  Friedhofsmauer restaurieren müssen. Die städtische Grünflächenverwaltung hat angekündigt, dass sie dann bewusst erst mal nur Rasen säen wird. Wenn die Fläche frei ist, hat man  Zeit, Gestaltungsideen zu entwickeln. Ausgeschlossen ist allerdings, so der Leiter des Grünflächenamtes, dass dort ein Parkplatz gebaut wird. Das Ziel sei eine öffentliche Grünfläche,  die dazu einlädt, auch mal zu verweilen oder jemanden zu treffen.

Künftig wird also unser historischer Dorfkern von der Friedhofsmauer bis zur alten Schule  auf der Westseite der Dorfstraße wieder erlebbar sein. Zugleich kann man gegenüber, auf der  Ostseite, den Weg zum öffentlichen Uferweg laufen, dessen rechtliche Sicherung von hier aus  bis zum Begegnungshaus abgeschlossen ist.

Ein stadtplanerisches Problem muss allerdings noch gelöst werden: auf städtischem Gelände  zwischen alter Schule und Pfarrhaus gibt es noch Baurecht. Da Neubauten den Zusammenhang des historischen Ensembles zerstören würden, wird hier noch eine Überarbeitung des  B-Plans nötig sein.

Dorfkirche 2021 – Groß Glienicke (gross-glienicke.de) |  Kirche im Jahr 2020 | Wohnungsbau im Seecenter? Die Prioritäten der Bauleitplanung

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