Sacrower See im Jahr 2020
17. November 2020
Zuwendungen für Vereine und Projekte des Ortsteils
17. November 2020

Thema: Trafohaus eingangs der Waldsiedlung

Aus dem Ortsvorsteherbericht von Winfried Sträter (als .pdf: OBR Bericht November): Das Thema klingt abstrakt, hat aber sehr konkrete Auswirkungen auf unsere Ortsentwicklung: Die städtische Bauleitplanung hat eine neue Prioritätenliste für die Erarbeitung  von Bebauungsplänen vorgelegt. B-Pläne in Priorität 1 werden aktuell bearbeitet. B-Pläne  in Priorität 2 sind noch in Warteposition und kommen dran, wenn wieder ein B-Plan aus  der Priorität 1 abgeschlossen ist. Änderung B-Plan 11A (Café/Kinderspielplatz/Wohnhäuser am Heinz-Sielmann-Ring in der Waldsiedlung) ist in Priorität 1 und in Bearbeitung. Änderung B-Plan 11A (Verkehrserschließung Waldsiedlung zur B 2) ist in Priorität 2.

Aus der StVV vom 19.08.2020 (PNN): In der Waldsiedlung Groß Glienicke sollen Sozialwohnungen gebaut werden. Wie die Stadtverwaltung auf PNN-Anfrage erklärte, sollen sie insgesamt 250 Quadratmeter groß sein. Das ergebe sich aus dem zusätzlichen Baurecht von 1780 Qadratmetern, dass durch eine Änderung des Bebauungsplan geschaffen werde. Der Plan war auch in der Fragestunde der Stadtverodneten. Der Stadtverordnete Andreas Menzel hatte gefragt, wie es zur Änderung des B-Planentwurfs gekommen sei. Potsdams Baubeigeordneter Bernd Rubelt (parteilos) entgegnete, dass sich Planungen im Prozess häufig ändern. Das sei hier auch der Fall. Darüber habe die Verwaltung die Stadtverordneten nun auch informiert. Beschlossen ist der Plan indes noch nicht.

Kritik an Plänen für Waldsiedlung

Die Sitzung der Stadtverordneten begann mit einem Eklat als der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Pete Heuer (SPD) dem Stadtverordneten Andreas Menzel das Wort entzog. Der Stadtverordnete Andreas Menzel beklagte in einer persönlichen Erklärung, dass der Ortsbeirat von Groß Glienicke nicht in vollem Umfang über eine geplante Änderung des Bebauungsplans in der Waldsiedlung informiert war. Die Stadtverordneten hätten der Aufstellung des Planes im Juni  in der Annahme zugestimmt, dass der Ortsbeirat die Sache beraten hatte. Menzel kritisierte, dass die Information über den Bau zusätzlicher Wohngebäude in den Unterlagen „versteckt“ gewesen sei. Er habe darüber erst Kenntnis erlangt als die Unterlagen öffentlich ausgelegt wurden.

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Bebauungsplan Nr. 11A „Waldsiedlung“ (OT Groß Glienicke), 1. Änderung, Teilbereich Nordwest Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung, Öffentliche Auslegung des Vorentwurfs zur 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 11A „Waldsiedlung“ (OT Groß Glienicke), Teilbereich Nordwest vom 27.07. bis einschließlich 31.08.2020» mehr

Planungen im Bild (zur Verfügung gestellt von Bernd Wolfgang Steuten)

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Winfried Sträter (23.06.2020): am 3. Juni hat die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss zur Änderung des B-Plans Waldsiedlung beschlossen, inzwischen wird der B-Plan-Vorentwurf erarbeitet. Wie ich erfahren habe, wird im nächsten Amtsblatt, das ca. am 25. Juni erscheinen soll, die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit angekündigt. Die soll dann vom 27. Juli bis 31. August erfolgen.

20/SVV/0493 Aufstellungsbeschluss: Bebauungsplan Nr. 11A „Waldsiedlung“, 1. Änderung, Teilbereich Nordwest

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Aus dem Ortsvorsteherbericht vom Juni 2020 (Bericht als .pdf 06 OV-Bericht Juni) von Winfried Sträter:

Wenn man´s mit Sportdisziplinen vergleicht, muss man ganz klar sagen: Kommunalpolitik ist was für Langstreckenläufer-innen. Und da sind die Potsdamer Stadtverordneten rekordverdächtig. Die Sitzungen beginnen um 15 Uhr, Schluss ist um 22 Uhr – 7 Stunden Debatten, mit einer Pause dazwischen.
Nicht alle Anträge werden verhandelt, weil einige in die Ausschüsse und Ortsbeiräte verwiesen werden. Die wichtigen inhaltlichen Debatten werden in den Ausschüssen geführt. Wenn ein Ausschuss zu einem Thema ein Votum abgibt, ist das eigentlich die Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung (SVV). Die beschließt in der Regel, was zuvor die Ausschüsse empfohlen haben.
Das könnte schnell gehen. In Potsdam gibt es aber viele Themen, die zu beinahe endlosen Diskussionen reizen. „Das haben wir doch alles schon im Ausschuss debattiert“, stöhnen manche Stadtverordnete. Aber es hilft nichts – die Leidenschaft, mit der die Parteien und Gruppierungen um ihre Positionen ringen, ist größer als der Wunsch voranzukommen.
Ich kenne diese Abläufe seit Jahren, aber der 3. Juni 2020 war für mich noch mal eine besondere Erfahrung. An diesem Tag sollte über die Änderung des Bebauungsplans in der Waldsiedlung abgestimmt werden, damit endlich der Umbau des Trafohauses zu einem Nahversorger-Café ermöglicht wird. Als Ortsvorsteher von Groß Glienicke hatte ich zu genau diesem einen Punkt Rederecht, um die Stadtverordneten von unserem Anliegen zu überzeugen. Und von der Dringlichkeit: Der Beschluss musste jetzt gefasst werden, damit das Projekt noch realisiert werden kann. Stimmrecht hab ich nicht. Ortsvorsteher-innen haben nur Rederecht zu den Themen ihres Ortsteils.
58 Anträge und Beschlussvorlagen standen an diesem 3. Juni auf der Tagesordnung. Unser Trafohaus-Thema war der 39. Antrag in der Sitzung, ganz weit hinten. Bei manchen Themen nahm die Debatte kein Ende, die Zeit lief davon. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, als der SVV-Vorsitzende Pete Heuer bekanntgab, welche Punkte nun vorrangig zu behandeln seien – xcund dazu gehörte zum Glück auch unser Trafohaus-Thema.
Um 21.40 Uhr wurde es endlich aufgerufen. Was dann folgte, hat mich einigermaßen fassungslos gemacht. Der Stadtverordnete und Ortsbeiratskollege Andreas Menzel trug seine ablehnende Haltung dazu vor – das ist korrekt, wenn es seine politische Überzeugung ist. Aber dann behauptete er, das Projekt Trafohausumbau zu einem Nahversorgercafé sei ein persönliches Ding des Ortsvorstehers. In meiner Replik habe ich die Stadtverordneten darauf hingewiesen, wie wichtig das Anliegen fast unserem ganzen Ortsbeirat ist: die B-Plan-Änderung war von uns am 19. Mai mit 8:0:0 Stimmen beschlossen worden – wobei Andreas Menzel, als der Antrag aufgerufen wurde, die Sitzung verlassen hatte.
Erfreulich war die Reaktion der SVV: Ein Mitglied der Fraktion Die Andere sagte, er habe verfolgt, mit welcher Ausdauer wir seit 2 Jahren versucht hätten, dieses Projekt voranzubringen – jetzt sei endlich der Knoten geplatzt, und das verdiene eine einhellige Zustimmung. Tatsächlich gab es dann eine sehr große Mehrheit für die Änderung des B-Plans und den Trafohausumbau.
Welch ein Erfolg nach all den Jahren, in denen wir mehrere Beschlüsse gefasst hatten, aber nichts möglich zu sein schien! Und welch eine Freude zu erleben, wie kraftvoll dieses Projekt jetzt vorangebracht wird. Für die Waldsiedlung und für Groß Glienicke wird das ein Gewinn sein.

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Der Potsdamer, Juni 2020: Jetzt also doch? – Neues Café und Spielplatz für den Villenpark

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https://www.pnn.de/potsdam/stadtverordnete-tagen-vor-der-sommerpause-potsdam-haelt-an-uferweg-am-griebnitzsee-fest/25882354.html Votum für Café an der Waldsiedlung PNN 03.06.2020 Ein altes Trafohaus an der Waldsiedlung in Groß Glienicke soll zu einem Nahversorger samt Café ausgebaut werden. Eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans haben die Stadtverordneten beschlossen. Kritik kam von Andreas Menzel (Freie Wähler): Er habe die Sorge, dass sich so ein Geschäft nicht halten könne. Der Groß Glienicker Ortsvorsteher Winfried Sträter  vom Groß Glienicker Forum sprach dagegen für den Antrag – das sei eine Chance für den Ort. Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) sagte, man räume dem Projekt große Chancen ein.

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Aus dem Ortsvorsteherbericht vom Mai 2020 (Bericht als .pdf Ortsvorsteherbericht Mai 2020) von Winfried Sträter:

Trafohaus im Bauausschuss: Für die Waldsiedlung, den Villenpark, die Landesbehörden und das Atelierhaus gibt es erfreuliche Nachrichten: Der Umbau des Trafohauses zu einem Nahversorger-Café rückt in greifbare Nähe. Im Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung stellte der Chef der Bauleitplanung, Herr Goetzmann, ein Verfahren vor, wie die Änderung des Bebauungsplans, die für die Baugenehmigung benötigt wird, innerhalb weniger Monate durchgeführt werden kann. Um dies zu erreichen, müssen die Arbeiten am Bebauungsplan 22 (u. a. Alexander-Haus) vorübergehend ruhen. In der Ausschussberatung habe ich darauf hingewiesen, dass beim Alexander-Haus ohnehin noch Zeit für notwendige Verständigungen über die Bauplanung benötigt wird und dass es sinnvoll ist, in dieser Situation das drängende Problem Trafohaus zu erledigen.

In der Ortsbeiratssitzung am 19. Mai können wir durch unseren Beschluss zur Änderung des B-Plans 11A Waldsiedlung den entscheidenden Anstoß geben, dass die Voraussetzungen für den Trafohaus-Umbau geschaffen werden.

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Aus dem Ortsvorsteherbericht vom April 2020 (Bericht als .pdf Ortsvorsteherbericht April 2020) – Winfried Sträter: Nach meinem Gespräch mit Herrn Steuten (s. Ortsvorsteherbericht März) habe ich nun auch gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Pete Heuer, ein Gespräch mit dem Baubeigeordneten Bernd Rubelt geführt. Hintergrund war, dass der von Herrn Steuten angebotene Umbau des ungenutzten Trafohauses zu einem Café nur dann möglich ist, wenn in diesem Jahr die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Baugenehmigung
beantragt werden kann. Verabredet ist nun, dass die dazu benötigte Änderung des B-Plans 11A (Waldsiedlung) so schnell in Angriff genommen wird, dass rechtzeitig die Voraussetzungen für die Erteilung einer Baugenehmigung geschaffen werden.

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Aus dem Ortsvorsteherbericht (März 2020, Bericht als .pdf 03 OV-Bericht März) von Winfried Sträter:
Mit Herrn Steuten habe ich ein Gespräch zum Thema Trafohaus in der Waldsiedlung geführt. Ergebnis: Er ist bereit, den Umbau zu einem Nahversorger-Café zu realisieren, wenn zeitnah eine Genehmigung erteilt werden kann. Über die Frage, wie dies ordnungsgemäß ermöglicht werden könnte, werde ich noch ein Gespräch in der Stadtverwaltung führen.

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Aus dem Ortsvorsteherbericht vom Februar 2020 (gesamter Bericht als .pdf) von Winfried Sträter:
„Der Ortsbeirat befürwortet eine Umnutzung des ehemaligen Trafohauses am Eingang der Waldsiedlung im Rahmen des planungsrechtlich Möglichen.“ Diesen Beschluss fasste der Ortsbeirat im
Dezember 2016. Der Investor des Villenparks hatte einen charmanten Plan vorgelegt, wie er das ungenutzte Haus zu einem Café mit Nahversorgung und einem Spielplatz nebenan umbauen möchte. Das Hindernis ist der gültige Bebauungsplan, der an dieser Stelle eine Straßenzufahrt vorsah, die aber längst überholt ist. Seit 2016 haben sich der Ortsbeirat und der Ortsvorsteher, Abgeordnete der Stadtverordnetenversammlung und der Investor intensiv darum bemüht, die formalen Hürden zu überwinden.
Den letzten Versuch unternahm der Ortsbeirat 2019 mit dem Beschluss, dass eine Befreiung von der Festsetzung im Bebauungsplan erteilt werden solle. Dieser Beschluss war im Februar Thema im Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung. Am Ende habe ich unseren Antrag zurückgezogen, da die Stadtverordneten ihn sonst abgelehnt hätten – Hintergrund: Ein Votum des Parlaments nützt nichts, wenn nicht der Investor selbst den Antrag auf Befreiung stellt. Daher habe ich ihn gebeten, diesen Antrag zu stellen, über den dann die Untere Bauaufsichtsbehörde zu entscheiden hat. Die städtische Fachverwaltung favorisiert eine Änderung des B-Plans – doch die kann erst in einigen Jahren erfolgen. Der Bedarf für die Nahversorgung und den Kinderspielplatz gibt es angesichts der Bautätigkeit aber schon jetzt.

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In der September-Ortsbeiratssitzung gab es zu diesem Thema folgende Mitteilungsvorlage der Verwaltung: 19/SVV/0877 – Bebauungsplan Nr. 11A „Waldsiedlung“ (OT Groß Glienicke)
19/SVV/0959 Kinderspielplatz in der Waldsiedlung Groß Glienicke (Sachstand dazu)
19/SVV/0961 Anwendung des § 31 (2) des Baugesetzbuches zur Ermöglichung des zeitnahen Trafohaus-Umbaus in der Waldsiedlung Groß Glienicke (wird am 21. Januar 2020 im Bauausschuss behandelt als 19/SVV/1032)

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Aus dem Ortsvorsteherbericht vom April 2019 (gesamter Bericht als .pdf)

Die Stadtverordnetenversammlung unterstützt die zeitnahe Realisierung des Trafohaus-Umbaus in der Waldsiedlung zu einem Café mit Nahversorgung. In ihrer April-Sitzung haben die Stadtverordneten beschlossen, dass die dafür nötige B-Plan-Änderung zügig angepackt werden soll. Seit 2016 fordert der Ortsbeirat grünes Licht für die Investition, die der Villenpark-Investor Steuten anbietet. Da die Besiedlung dort weit fortgeschritten ist, wird es Zeit, dass die Nahversorgung realisiert werden kann.

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Neues aus Groß Glienicke – Aktive Kommunalpolitiker von SPD und CDU bringen Ortsteil voran.  Trafohaus als sozialer Treffpunkt  … (Der Potsdamer, 02. Mai 2019)

Café im Trafohaus für Waldsiedlung geplant PNN 05.04.2019 Für die Waldsiedlung in Groß Glienicke ist ein neuer Treffpunkt geplant. Das bestehende alte Trafohäuschen soll zu einem Café mit Verkaufsraum umgestaltet werden. Von Marco Zschieck mehr

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Aus dem Ortsvorsteherbericht vom 19.03.2019 (gesamter Ortsvorsteherbericht als .pdf): Café-Nahversorger im ehemaligen Trafohaus eingangs der Waldsiedlung

Zwei Mal hat der Ortsbeirat die Verwaltung per Beschluss gebeten, dass zügig der Umbau des ehemaligen Trafohauses am Eingang zur Waldsiedlung ermöglicht wird: im Dezember 2016 und im Februar 2018. Investor Bernd Wolfgang Steuten bietet an, hier ein Café mit Nahversorgung und nebenan einen Kinderspielplatz zu errichten. Der Bedarf ist unabweisbar, da nun die Siedlung bald vollständig bebaut ist.

Das Problem ist: Der B-Plan 11 ist von einer anderen Verkehrsführung ausgegangen, bei dem das Trafohaus abgerissen worden wäre. Die Planung ist längst überholt, aber die Fachverwaltung sagt: ohne B-Planänderung kein grünes Licht für das Bauprojekt. Ich habe mich intensiv darum bemüht, dass das Problem gelöst wird. Auch Stadtverordnete von SPD und CDU bemühen sich darum.

Gestern gab es nun ein Gespräch der Bauleitplanung mit den Ortsvorstehern. Da habe ich das Thema wieder angesprochen. Immerhin: inzwischen gibt es Hoffnung auf eine zeit-nahe B-Planänderung, durch die das Vorhaben realisiert werden kann. Winfried Sträter

SVV-Antrag der SPD und der CDU (18.03.2019): Umbau des Trafohauses in der Waldsiedlung

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MAZ 12.03.2018 Multishop statt Supermarkt
PNN 26.03.2018 Kein Kiosk für die Waldsiedlung

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